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Zoo und Sonntags einkaufen bei IKEA

ulfschneiderde | 27 Dezember, 2010 13:49

Gestern Samtag hab ich mit vier anderen Leuten (Michael, Lea, Irene und Denise), die ich übers StudiVZ kennen gelernt habe, den Zoo in Singapur angeschaut. Hat super viel Spass gemacht, super viele Tiere da und besonders endlos viele Affen. Die ersten Tiere, die wir gesehen haben, müssen jetzt vermutlich alle zum Psychiater, weil wir immer davor standen und sagten "Boah, sind die hässlich!" (wat waren die auch hässlich), die restlichen waren aber alle voll in Ordnung. Bilder davon gibt es vorerst leider noch nicht. Ich hab zwar ca. 110 Bilder gemacht, aber die müsste ich im Moment alle einzeln per Hand hochladen und das ist mir zu anstrengend, ich besorg mir mal eine andere Bilder-Gallery-Software.

Heute, am Sonntag war ich auch noch ein paar Sachen bei IKEA besorgen. IKEA Singapur und IKEA Deutschland sind eigentlich nicht sehr unterschiedlich. Es gibt sogar eine Fundgrube. Allerdings sind alle Gänge deutlich schmaler und zumindestens Sonntags sind 3 mal mehr Leute da, dafür ist ausser an Feiertagen jeden Tag von 10 bis 10 geöffnet. Super.

Morgen ist mein erster Arbeitstag, ich muss um 08:00 morgens am anderen Ende von Singapur sein und ich hab es bis jetzt noch nie geschafft, vor 9:15 aufzustehen. Mal gucken, ob das nicht schief geht! Laughing

Update: Bilder sind nun online

Mein Blog ist da!

ulfschneiderde | 27 Dezember, 2010 13:49

Hab es jetzt endlcih mal geschafft einen Blog zu installieren. Solang der noch nicht richtig eingerichtet ist, erreicht Ihr die alten Bilder unter http://www.ulf-schneider.de/bilder/ und die Links unter http://www.ulf-schneider.de/links/

Ersten Bilder sind online

ulfschneiderde | 27 Dezember, 2010 13:49

Ich hab die ersten Bilder aus Singapur online gestellt. Die aktuellsten Singapur-Bilder sind immer unter http://www.ulf-schneider.de/index.php?op=ViewAlbum&albumId=2&blogId=1  verfügbar. Ansonsten in der Menüleiste rechts einfach auf Alben gehen. Ich guck mal, dass ich die nächsten Tage eine vor/zurück Funktion in der Einzelbilderansicht bekomme.

Der Flug, die Ankunft, das Essen und der ganze Rest

ulfschneiderde | 27 Dezember, 2010 13:49

Auch wenn ich es den meisten von Euch schon per ICQ beantwortet habe, hier eine kurze Zusammenfassung der ersten Tage.

Der Flug war ganz ok, mit Qatar Airways - kannte ich voher auch noch nicht - ging es über Doha innerhalb von 17 Stunden nach Singapur. Mein erster "Nachbar" war ein gesprächiger Mathe- und Biolehrer einer evangelisch-lutherischen Schule in Oslo und auf dem Weg zu seiner Hochzeit mit einer Thailänderin, die er im Internet kennen gelernt und bisher acht Tage gesehen hatte. Sie soll nach der Hochzeit mit ihm nach Oslo kommen. Ich kriegte erstmal alles Vorzüge von Ehen mit Thailänderin erklärt und den gut gemeinten Ratschlag, ich sollte mir auch eine Thailänderin suchen, viele seiner Freunde hätten das gemacht. Ich sollte nur aufpassen, dass sie vom Katholizismus zum evangelisch-lutherischen übergewechselt hätte, sonst würde das von der Religion nicht passen. Alle anderen Religionen gingen mal gar nicht... . Aufenthalt in Doha war recht unspannend (Mein Nachbar war glücklicherweise schon weg, er wollte die kompletten nächsten 2 Tage im Bett mit seiner zukünftigen Frau verbringen). Mein nächster Nachbar sprach keine Sprache, die sonst irgendwer an Bord des Flieger sprach, dafür sprang er aber die ganze Nacht in seinem Sitz auf und ab. Schlafen ging trotzdem Laughing .

In Singapur angekommen, hab ich mir dann ein Taxi zur Nanyang Technological University genommen (der Fahrer hatte nen krassen Sprachfehler und war halb taub... an wen erinnert mich der bloss??), mit geschätzten 130 trotz erlaubten 80km/h und einem maximalen Abstand von 3mm zum Vordermann ging es zur NTU (ja, es gibt Leute, die Fahren schlimmer als ich). Ich wohn in einem der 15 Wohnheime dort, meins heisst "Hall of Residence 8" und ist eigentlich soweit ok. Ich bewohne ein Doppelzimmer, im Moment (noch?) alleine. An den ersten 3 Abenden musste ich erstmal alles sauber gemacht (wie kann ein so kleines Zimmer so schmutzig sein und warum mussten diese blöden Eidechsen alles zuscheissen?), ansonsten ist es aber schön. Ich hab eine brandneue Matratze. Frühstück, Mittag und Abendessen gibt es in einer der 13 Mensen, Essen ist super lecker (meistens Nudeln oder Reis mit irgendwas) und schweinegünstig (so 1,-€ bis maximal 1,50€). In den Mensen (Canteen genannt), gibt es immer mehrere Läden, in denen man sich irgwedwas zu futtern holen kann und einen, in dem man sich was zu Trinken holen kann. In der Mitte zwischen den Läden sind dann die Sitzplätze. Ganz wichtig für meine Sucht: Ich hab nen super Kaffeestand gefunden (wie könnte ich ohne Kaffe überleben?). Die gute Frau da spricht aber nur Singlisch (Englisch mit Singapur-Akzent, so verständlich wie ein besoffener Texaner) und ich hab schon 4 Anläufe gebraucht, um zu verstehen, dass sie mich mit "waaayuuwann?" ansprach: "What you want?". Ich hab jetzt mal angefangen mit "Singlish for Beginners". Im Radio und Fernsehen ist Singlisch übrigens verboten, obwohl alle es sprechen.

Das Wetter ist verdammt warm und schwül. Auch in Singapur ist im Moment Winter, was heisst, dass die Temperatur um maximal einen halben Grad nach unten geht und es öfters regnet. 34° tagsüber sind normal.

An meinem ersten ganzen Tag in Singapur musste ich zunächst zu meinem medizinischen Check-up, HIV-Test und Oberkörper-Röntgen. Ausserdem hab ich Ms. Chia kennen gelernt, die für die gesamte Organisation des Praktikums zuständig ist. Die ist super lieb und hat mir auch erst mal vieles erklärt (Erste Frage: "waaayuuwann?") und bemüht sich auch echt hochdeutsch... quatsch, hochenglisch mit mir zu sprechen, aber einen besoffenen Texaner zu verstehen, ist fast einfacher. Ich bin mir sicher, sie hat die gleichen Probleme mit mir.

Nach dem Röntgen bin ich in die Stadt gefahren und hab mich dort ein wenig umgeschaut. In der Orchard Road, vergleichbar mit der Kö in Düsseldorf. Sehr beeindruckend. Viele grosse Malls mit vielen winzig kleinen Geschäften drin, aber vor allem klimatisiert (Wunsch zu Weihnachten: Klimaanlage). Nach ein paar Stunden Sight-Seeing hatte ich aber alles gesehen (als Europäer wird man dauernd gefragt, ob man nicht einen Anzug kaufen will, maßgeschneidert) und bin eine Runde mit der U-Bahn durch ganz Singapur gefahren. Das stellte sich allerdings als nicht so spannend heraus (hat aber dafür nur 1,-€ gekostet). 

Momentan geniesse ich meine ersten freien Tage seit langem und bin eine ziemliche couch potato, ich kenn hier im Moment auch noch keinen. Allerdings sollen diesen Monat noch 1-2 Leute aus Bochum kommen und morgen geh ich mit ein paar Leuten aus dem StudiVZ in den Zoo (wenn ich nicht verschlafe, die Zeitumstellung ist mal echt fies, ich hab doch schon in Deutschland Probleme um 8:00 morgens wo zu sein und hier ist es 6 Stunden später als in D, also 8:00 in Singapur aufstehen, heisst um 2:00 in D). Der Zoo soll einer der besten der Welt sein (sagt mein Lonely Planet).

Montag ist mein erster Arbeitstag bei Leica. Da ich im Moment zwar ein Visum bewilligt bekomme habe, dass aber erst mit einem bestandenen medizinischen Zeugnis abholen kann, dass ich aber erst am 09.10. bekomme, darf ich eigentlich erst danach arbeiten. Am Montag weist mich meine Supervisorin Jean Chang schon mal ein, am Donnerstag ist dann mein erster richtiger Arbeitstag. Freitag ist direkt Feiertag (ob ich soviel arbeiten auf einmal wirklich überlebe? Wink )

So, genug geschwaffelt. Demnächst mehr. 

Ich hab ein Haustier

ulfschneiderde | 27 Dezember, 2010 13:49

Nein, eigentlich nicht so ganz. In Singapur laufen nur ganz viele kleine Eidechsen rum. Und eine hat sich im Moment hinter meinem Schreibtisch versteckt. Glücklicherweise kann man die Tier normal mit anleuchten und anstarren vertreiben. Ich hoffe, das ich meine Eidechse die Tage mal vertrieben kann. Momentan geht es ihr unter dem Schreibtisch, wo ich nicht dran komm, vermutlich ganz gut.

 

Neuer Bilder sind da. In Farbe und bunt.

ulfschneiderde | 27 Dezember, 2010 13:49

Bilder vom Zoo in Singapur

Bilder aus Chinatown

Bilder vom Campus (hatte ich vorher mal gepostet, gibt es aber jetzt mit Vor- und Zurück-Funktion)

Mein erster Arbeitstag und die Aussichten auf ein Visum

ulfschneiderde | 27 Dezember, 2010 13:49

Am Montag war mein erster Arbeitstag bei Leica Microsystems hier in Singapore. Die Fahrt mit dem Bus hin dauert etwa 1,5 Stunden. Begrüsst wurde ich von der Personalchefin Jean. Die war super nett, hat mir den Firmenchef und die beiden anderen Personalchefs vorgestellt, mich kurz eingewiesen in die Firma generell und dann im Affenzahn durch die komplette Firma geführt. "Hier machen wir das, hier dieses, das kleine Schild sagt aus, hier dürfen nur bestimmte Mitarbeiter rein, hier ist unsere 400 Leute, 3 Schichten Produktion, an jedem Arbeitsgruppenplatz hängen die Namen und Bilder der Leute, die an dem Gruppenplatz arbeiten, drunter deren Quoten- und Qualitätserfolge, darunter die detaillierte Anleitung, was, wann, wie an dieser Station zu tun ist."  30 min und 200 Arbeitsstationen später hatte ich dann auch wirklich alles gesehen.

Anschliessend wurde ich in meine Abteilung gebracht. Ein kleines Büro mit 6 Arbeitsplätzen, 4 Leuten und 500 Kartons drin UND Kimaanlage *freu*. Die 4 Leute sind meine nächsten Arbeitskollegen, sowie mein direkter Chef, der mich erst mal auf einen Kaffe eingeladen hat (die 4 wollten eh gerade Frühtstückspause machen).

Mein Arbeitsplatz war dummerweise mit etwa 200 der 500 Kartons vollgestellt. Und so arbeiteten erstmal 4 Festangestellte eine gute halbe Stunde daran meinen Arbeitsplatz freizuräumen (könnte ich mich glatt dran gewöhnen), damit ich anschliessend allen 30 weiteren Angestellten der Research and Development-Abteilung vorgestellt wurde (28 Namen hab ich dann auch glatt wieder vergessen, darunter dummerweise auch den meines Chefs). Ich kriegte meinen eigenen PC und die Aufgabe ihn neu zu installieren. Die Arbeitskollegen sind alle sehr nett, aber leider hab ich arge Probleme ihr Singlisch zu verstehen. Nach spätestens dreimal Nachfragen geht es dann aber. Ausser Stevan, der spricht super langsam. Bei ihm hab ich nicht die geringsten Probleme.

Ab 15:00 wurde ich dann mit meiner Aufgabe betraut... ich hab von den meisten Sachen, die ich da machen muss, nicht die geringste Ahnung. Ich soll mich erstmal in die Funktionsweise von Operationsverstärkern einarbeiten. Desweiteren hab ich einen Schaltplan in die Hand bekommen, den ich die Tage erklären können muss (8051 mit CAN-Controller, der Daten über einen Helligkeitssensor einliest). Damit war mein erster Arbeitstag vorbei und ich konnte nach 9 Stunden nach Hause gehen.

Es gibt ein Firmenschuttle zur nächsten MRT-Station (MRT=U-Bahn), damit war der Heimweg doch deutlich schneller.

Die Tage danach hab sollte ich eigentlich nur kurz mein Visum abholen und dann am Donnerstag wieder arbeiten. Leider stellte sich das ganze nicht ganz so einfach raus. Am Dienstag letzten Papiere abgeholt, am Mittwoch zum Arbeitsministerium (1,5 Stunden Fahrt hin, 2 Stunden warten, 1,5 Stunden zurück). Mir fehlte ein Brief, der die Aufgabe meines Praktikums genauer beschreibt. Am nächsten Tag wieder hin. Grosses Problem: Die Uni hat meinen Antrag auf eine Visum ausgefüllt und versehentlich aus meinem Vordiplom ein Diplom gemacht. Vordiploms-Zeugnis hatte ich in Kopie auch mit, aber in Deutsch. Durch die deutsche Botschaft Singapur hab ich dann auch jemanden gefunden, der mir das Vordiplom ins Englische übersetzt und mir das von der deutschen Botschaft beglaubigen lässt (Preis inkl. Anlieferung durch Boten: 60,-€). Jetzt hoff ich nur, dass der Sachbearbeiter sich beim Arbeitsministerium sich auch vertut und mein Vordiplom für ein Diplom
hält.

Montag ist mein zweiter Arbeitstag.

Sentosa

ulfschneiderde | 27 Dezember, 2010 13:49

Ich war mit Michael auf Sentosa. Es gibt gaaaanz viele Bilder.

Endlich Visum und Arbeiten

ulfschneiderde | 27 Dezember, 2010 13:49

Juhu, seit vorgestern hab ich endlich mein Arbeitsvisum in der Hand. Ein billiger grüner Zettel, eben kurz einlaminiert. Hätte ich zwar auch selber machen können, aber so ist es glaube ich legaler. Ich darf jetzt theoretisch bis Ende März in Singapur arbeiten. Die Woche hab ich mich nur mit arbeiten und meinem Visum beschäftigt. Jeden morgen um 6:00 Ortszeit, Mitternacht deutscher Zeit aufstehen ist doch etwas heftig.

Meine Aufgabe auf der Arbeit ist im Moment die serielle Schnittstelle und den Anschluss eines CAN-Moduls eines 8051 zu programmieren. Einfach zu Testzwecken. Ohne die Unterlagen, was ich bisher auf dem Gebiet gemacht habe, war es doch etwas schwieriger, weil die Dokumentation im Internet manchmal etwas widersprüchlich war. Nach etwas rumprobieren hab ich es aber hingekriegt.

Meine Kollegen sind alle super nett, bis auf meinen Chef. Besonders Steven und Wee Chang sind schwer in Ordnung. Mit meinem Chef, Wee Chang und ein paar anderen Kollegen war ich Mittwoch auch direkt bowlen. Im Dezember gibt es die grosse Leica-Bowling-Meisterschaft. Ich hab leider vergessen Bilder von allem zu machen. Hol ich die Tage nach.

Heute abend hat Michael (einer der Leute aud dem StudiVz) Geburtstag und heute abend gibt es dann erstmal lecker was zu trinken.

Geburtstagspartybilder

ulfschneiderde | 27 Dezember, 2010 13:49

Ich hab wieder etwas getrunken. Es tut mir leid. Glaube ich. 

Irene und Michael

Iren, Michael, ich, Daniel und ... nicht die geringste Ahnung

Man beachte das Schild im Hintergrund.

Mehr Bilder gibt es auch hier: http://kojeck-in-singapore.blogspot.com/2007/10/nun-bin-ich-28-noch-kurz-ein-foto-am.html 

LANGWEILIG!

ulfschneiderde | 27 Dezember, 2010 13:49

Momentan gibt es weniger zu erzählen. Ich hatte letzte Woche meine zweite Woche bei Leica (ich muss endlich mal dran denken ein paar Bilder da zu machen). Jeden Morgen kurz nach 6:00 raus (ist das böse), um kurz vor 7 den Bus vor der Haustür nehmen, um dann kurz vor 8:00 auf der Arbeit sein. 44 Stunden in der Woche arbeiten (davon gehen aber pro Tag 2 Stunden bezahlt dafür drauf 1 mal essen und 2 mal zum Teabreak zu gehen). Den Rest der Zeit wird vor sich hin gewerkelt.

Dieses WE hatte ich eigentlich vor nach Kuala Lumpur mit ein paar anderen Leuten aus dem StudiVZ zu fahren, aber wir hatten uns dann zu kurzfristig dazu entschlossen und es gab keine Busfahrkarten mehr nach KL. Also Freitag und Samstag trinken im DXO mit Micha und Irene und den Angestellten da (Shawn ist der Licht- und Toningenieur. Seine Aufgabe besteht darin einmal kurz das Licht anzumachen und gelegentlich die Musikanlage zu regeln, den Rest der Zeit sitzt er bei uns und trinkt ein Bier nach dem anderen... und wird dafür noch gut bezahlt. Ich will sein Job.).

Nächste WE bin ich auf einem Kurztrip in Ho-Chi-Minh-Stadt für ein bisschen Sightseeing. Dann gibt es auch wieder ein paar mehr Bilder.

Reinfeiern - Bööööööööse

ulfschneiderde | 27 Dezember, 2010 13:49

Hey Leute, 

danke Euch allen für die lieben Geburtstgsgrüsse. Alles nur ganz kurz, weil ich noch für morgen Vietnam Tasche packen muss und heute zum ersten mal in meinem Leben an meinem Geburtstag arbeiten musste (hat ich mir schlimmer vorgstellt). Bilder vom Reinfeiern gibt es hier, der Rest kommt nach Vietnam am Montag oder Dienstag.

Danke

Ulf 

Update: Mehr Partybilder gibt es hier:
http://kojeck-in-singapore.blogspot.com/2007/11/ulfis-29ster-g-tag-alles-gute-ulf-ich.html

Good Morning Vietnam

ulfschneiderde | 27 Dezember, 2010 13:49

Bilder aus Ho Chi Minh City (Saigon) gibt es hier. Die Bilder können aber die Stadt mal garnicht beschreiben. Nach 1 Stunde in der Stadt tut die Lunge weh und die Haut juckt, die Ohren werden vor lauter Lärm ganz taub und man verscheucht gerade die 10. Nutte oder den 15. Händler mit Reiseführern..... die Stadt ist der Oberhammer. Mehr morgen oder übermorgen hier.

www.ulf-schneider.de/bilder/0711VnHcmc/index.html

If Singapore is a "fine city", Saigon is a "fucked city"!

ulfschneiderde | 27 Dezember, 2010 13:49

Über Singapur sagt man im Allgemeinen, dass es eine "fine city" ist. Sie ist sehr schön (fine), man wird muss aber auch häufig eine Strafe (fine) zahlen. Saigon hingegen ist eine ziemlich herunter gekommene Stadt (fucked) und vor allem voller Prostitution.

Im StudiVZ hatte einer angeboten, dass er über das WE nach Saigon fliegt und noch jemanden als Begleitung sucht. Ich hab mich dann mal spontan gemeldet und es war eine gute Entscheidung. Am Freitag Abend sind wir von Singapur nach Ho Chi Minh City (Saigon) geflogen und vom Hotel mit einem Wagen abgeholt worden. Der Weg zum Hotel war schon ein Abentueuer.  Der Fahrer hupte wie jeder andere auch durchgängig die Mopeds von der Strasse, die auf einer 1-spurigen Strasse mit bis zu 8 Spuren fahren. Wobei eigentlich komplett ohne Spuren gefahren wird. Wo Platz ist, wird gefahren. Wenn der Platz eng wird, hupt man halt. Das klappt auch erstaunlich gut, weil keiner stark bremst und keiner plötzliche Bewegungen macht. Die gefahrene Höchstgeschwindigkeit liegt bei 30 km/h. Auf einem normalen Motorroller haben bis zu 5 Personen gemütlich Platz. Helme werden nicht benötigt. Das Hotel lag in einem der schöneren Gebiete Saigons, dem Touristenviertel District 1.

Am ersten abend sind wir erstmal gemütlich von einer Kneipe in die nächste gelaufen, um in die Innenstadt zu kommen. Das ist in zweierlei Hinsicht nicht klug gewesen. Nachts gibt es auf den Strassen vor allem: Moppeds, "Lonely Planet"-Verkäufer, Nutten und Ratten. Zwischenzeitlich waren wir von 2 Buchverkäufern, 3 Nutten auf Moppeds, einem der seine Frau für die Nacht anbot und einer Ratte umringt. Was es Nachts nicht in Saigon gibt: Strassenbeleuchtung. Nachdem das den ganzen Abend nicht besser wurde, hatte ich die Schnauze doch ziemlich voll und wollte eigentlich direkt wieder zurück (Wir waren im Apocalypse Now, vom Lonely Planet empfohlen: 10% Einheimische Pärchen, knapp 40% 50-jährige Europäer und Amerikaner auf der Suche nach einer Nutte und gut 40% Nutten, danach in einem anderen Laden vom Lonely Planet empfohlen, da waren dann nur Typen und für jeden Typen 2 "Unterhaltungsdamen" in grüner Kneipenuniform), vorher wollte uns ein Einheimischer noch anpickeln, war aber glücklicherweise schon trocken.

Am nächsten Tag waren die Nutten dann wieder zu normalen Bedienungen geworden (Die Leute da sind sehr arm und haben halt die Wahl zwischen alles verkaufen, was sie haben oder verhungern) und mit Beleuchtung sahen die Strassen nicht mehr so schlimm aus. Wir haben wie dutzende andere die Lonely Planet Walking Tour gemacht, mit einem Fahrradtaxi durch die Stadt fahren lassen. Was man tagsüber sehen kann, ist der Hammer. Im grössten Markt Ho Chi Minh Citys sassen Verkäuferinnen auf dem Boden, nahmen lebende Frösche aus einem Netz, töten sie, und nehmen sie auseinander, damit sie verkauft werden können. Alles, was an Fleisch und Fisch verkauft werden soll, lebt noch und nutzt jede Möglichkeit zu fliehen, kommt aber nie weit.

In der Nacht waren wir in einer anständigen Hotelbar mit einer richtig guten Live-Band und haben danach in den Kneipen bei uns im Viertel lecker Bierchen gekippt. Dazwischen brav mit dem Taxi gefahren, spart eine Menge Nerven (10 Minuten Taxi fahren für umgerechnet 2,-€, wir haben uns noch über's Ohr hauen lassen). Als ich allerdings um 4:00 Uhr nachts nach Hause getorkelt bin, waren die 3-10 jährigen Kinder immer noch dabei Kaugummis und Rosen zu verkaufen.

Tag 3 bestand daraus, dass wir uns Motorroller geliehen haben und ziellos in der 5 Millionen-Stadt rumgefahren sind. Ich hätte gerne Bilder gemacht, hab mich aber einfach nicht getraut. Es gab ganze Strassenzüge, die nur aus Müll, Pisse und Verkaufsständen bestanden. Abends wieder zurück nach Singapore. Als ich bei der Wiedereinreise nach Singapore meine Arbeitserlaubnis vorzeigte, wurde ich fröhlich mit den Worten "Welcome Home" begrüsst. 

Auch wenn ich am ersten Abend erst mal überfahren war, ist HCMC eine echte Erfahrung. Man soll halt nicht blauäugig in der Gegend rumlaufen, man lässt sich besser fahren. Es hat super viel Spass gemacht, auch wenn es Null Erholung war. Eine Woche wollte ich nicht nach Saigon, aber für ein Wochenende immer wieder (nein, nicht zum f****n). Ist eine komplette Reizüberflutung und das echte Asien und nicht Asien-light wie Singapore.

Leider haben meine Beine das Fahren mit dem Mopped in kurzer Hose und den kurzen Kontakt mit dem Auspuff nicht gut überlebt. Eigentlich wollte ich diese Wochende mit Micha, Daniel und Coco nach Malaysia fahren, aber ich war wegen der Brandwunde bei einem schlechten Arzt. Der hat meine vom Klima total kaputte Haut noch mit ewig vielen Pflastern bedeckt und so konnte ich am Mittwoch vor Schmerzen kaum laufen. Also seh ich im Moment statt dem: (danke Micha für das Bild), nur das: . Inzwischen hab ich aber einen guten Arzt und alles ist (fast) wieder gut.

Lebe noch und Bintan, Indonesien

ulfschneiderde | 27 Dezember, 2010 13:49

Die guten letzten 2 Wochen hab ich nichts mehr geschrieben, weil ich ein bisschen im Stress war. Mein Bein funktioniert wieder. Auf der Arbeit habe ich langsam eine sinnvolle Aufgabe bekommen, ich hab einen Mitbewohner bekommen und ich war über das WE in Bintan, Indonesia...

Arbeit

Nachdem ich die letzten Wochen eher sinnlose Aufgaben bekommen habe, hab ich jetzt eine sehr gute bekommen. Für eine neue Leiterplatte soll ich einen automatiserten Test zu Ende entwerfen die passende Testbox (JIT) bauen lassen, das Testprogramm für den auf der Platine verbauten Prozessor, einen ARM7-Prozessor (ist in IPods und Nintendo Advances verbaut), der ein TFT ansteuert, schreiben und das Testboard zusammenlöten. Bei den meisten Sachen, wusste ich letzte Woche auch noch nicht, was sie bedeuteten.

Bevor keiner mehr weiterliest...

Seit 2 Wochen hab ich nun in meinem Zimmer einen Mitbewohner. Er heisst Janesh, 25, studiert Informatik, ist Tamile, aber malayischer Staatsbürger. Ist super nett und bisher funktionert das gut. Er geht allerdings immer dann ins Bett, wenn ich aufstehe (bin ich neidisch), aber die meiste Zeit ist der Ventilator eh lauter als er.  Ansonsten ist Abbes von der FH inzwischen angekommen (der zweite und letzte nach mir dieses Semester).

Das letzte Wochenende war ich mit Micha, Irene und Eva in Bintan. Das ist in Indonesien und dort sind viele Urlaubsressorts. Super schön, super gemütlich, super europäisch, super Singaporean (du kannst nur mit S$ bezahlen) und super teuer. Bilder gibt es wie immer natürlich auch.

 

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